Fünf Wochen nach einer Herzoperation, als ich dachte, ich würde mich gut erholen, brach ich plötzlich an einem öffentlichen Ort zusammen. Ich hatte Glück - die Polizei und die Sanitäter waren sofort zur Stelle. Aber der Schlaganfall hat mich in einer Weise erschreckt, wie ich es noch nie erlebt hatte. Ich verlor mein Gedächtnis, mein Gleichgewicht und konnte nicht mehr richtig laufen. Meine größte Angst war, dass sich jemand für den Rest meines Lebens um mich kümmern müsste. Dieser Gedanke machte mir Angst.
"Meine größte Angst nach meinem Schlaganfall war, dass sich jemand für den Rest meines Lebens um mich kümmern müsste. Die Unterstützung durch Gleichaltrige half mir zu erkennen, dass ich nicht allein war - und heute gibt es mir einen Sinn, anderen zu helfen.
In diesen ersten Wochen habe ich nicht über meine Ängste gesprochen, nicht einmal mit meiner Familie und meinen engsten Freunden. Ich habe sie für mich behalten und bin in eine Depression abgerutscht, ohne es zu merken. Rückblickend wünschte ich, ich hätte die Risikofaktoren für einen Schlaganfall früher gekannt - ich hatte jeden einzelnen. Wir lernen so viel über Krankheiten erst, wenn sie uns passiert sind.
Die Erholung war langsam. Sie dauerte Monate. Aber nach und nach kam ich wieder zu Kräften. Einer meiner Wendepunkte war, als ich in der Lage war, mit meinem Hund die Länge meiner Einfahrt zu Fuß zurückzulegen. Dieser Moment zeigte mir, dass ich meinen Weg zurückfinden konnte.
Was mir auch geholfen hat, war die Unterstützung durch Gleichaltrige. Nach meiner Herzoperation dachte ich, ich bräuchte sie nicht - ich hatte mich so schnell erholt. Aber als mir nach meinem Schlaganfall ein Freiwilliger von Mended Hearts sagte, was mich erwartet, war ich so vorbereitet, wie es keine medizinische Broschüre vermag. Dieses Gespräch hat den Unterschied ausgemacht.
Diese Erfahrung hat mich verändert. Ich begann, anderen Menschen - Herz-, Schlaganfall- und Krebspatienten sowie deren Angehörigen - Unterstützung durch Gleichaltrige anzubieten. Ich habe mit zahllosen Menschen gesprochen, manchmal jeden Tag, und ich habe gesehen, wie viel Trost es spendet, mit jemandem zu sprechen, der schon einmal dabei war.
Es hat mich auch dazu inspiriert, bei der Gründung von Mended Hearts Europe ins Leben zu rufen, damit die Patienten hier die gleiche Unterstützung und Gemeinschaft erfahren, die auf meinem eigenen Weg so wichtig war.
"Bei der Peer-Unterstützung geht es nicht darum, medizinische Ratschläge zu erteilen. Es geht darum, jemanden, der Angst hat oder überfordert ist, zu begleiten und ihm zu zeigen, dass er nicht allein ist.
Heute lebe ich mit Einschränkungen, aber ich lebe in vollen Zügen. Ich bin aktiv, ich habe ein Ziel, und ich kann jeden Tag anderen helfen. Das ist für mich ein erfülltes Leben.
Meine Botschaft ist einfach: "Stellen Sie sich der Krankheit nicht allein. Die Unterstützung durch Gleichaltrige ist ein Geschenk - und sie kann Ihr Leben verändern."