Auf dem Weg zu einer frühzeitigeren und stärker integrierten Versorgung
Sowohl in den Gesprächen mit den Patienten als auch mit den Gesundheitsdienstleistern kristallisierten sich immer wieder einige Prioritäten heraus:
- frühzeitige und koordinierte Vorsorgeuntersuchungen,
- ein besseres Bewusstsein für CKM-Risiken bei Frauen,
- eine stärkere Verzahnung zwischen den Bereichen Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen sowie der Grundversorgung,
- bessere Nutzung geschlechtsspezifischer Daten,
- sowie geschlechtergerechtere Versorgungswege.
Die Referenten betonten, dass viele Frauen weiterhin von einem Facharzt zum nächsten wechseln, ohne dass eine wirklich koordinierte Versorgung gewährleistet ist, wodurch Untersuchungen oft wiederholt werden und es zu langen Wartezeiten kommt, bevor sie eine angemessene Behandlung erhalten. Die Notwendigkeit besser vernetzter, multidisziplinärer Ansätze war ein Thema, das den ganzen Tag über immer wieder zur Sprache kam.
Auf dem Forum wurde zudem betont, wie wichtig es ist, das Thema Frauengesundheit aus einer breiteren Perspektive zu betrachten – einer Perspektive, die nicht nur die Gesundheitsversorgung umfasst, sondern auch Chancengleichheit, soziale Determinanten der Gesundheit, Betreuungsaufgaben und langfristige Präventionsstrategien.